Dienstag, 7. Dezember 2010
Fünf
marina w., 16:08h
Welche Sorte Mensch hätten's denn gern? Darf's auch a bissl a gröbere sein? Wollen's lieber die mit der bunten Plastikhaut und den schrillen Farben, oder sind's eher der bewusste Typ, dem's vor allem auf die Inhaltsstoffe ankommt? Hauptsach' mager is', Fettränder schneid' mer notfalls weg. Hauptsach' es schmeckt. Welche Attribute verlangen Sie Ihrem Subjekt der Begierde denn ab? Welche Sorte Mensch, passt zu Ihnen? Welche Sorte Mensch sind Sie?
Ist nicht erst vor Kurzem ein Gesetz in Kraft getreten, in welchem festgelegt wurde, dass die Hersteller alle Inhaltsstoffe ihrer Erzeugnisse auf dem jeweiligen Produkt gut sichtbar für die Verbraucher anbringen müssen? Wer hat dann mein Inhaltsstoffschild vergessen? Oder... wenn es nicht vergessen wurd, wo zur Hölle ist es dann? Vielleicht an einer Stelle, die nur für Ausserichmenschen gut sichtbar ist. Wie das Phänomen mit dem Finger, der auf alles außer sich selbst zeigen kann... - Ich will wieder in den Stuhlkreis von damals: Selbskonzept - Wenn Sie ein Tier wären, welches Tier wären Sie dann und warum? (Beschränken Sie sich dabei auf Eigenschaften, welche Sie sich selbst aktuell zuschreiben) Die nächste Frage lautet: Welches Tier würden Sie gerne sein, und warum? (Beziehen Sie sich auf gewünschte Attribute.) Nette Anreize zur Selbstreflexion. Welches Tier ich bin? Eines von der schlimmsten Sorte: Mensch. Welches Tier ich gerne wär? Eines von der besten Sorte: Mensch. Nicht nur irgendein Mensch - eben der Mensch der ich bin. Aber zu welcher Sorte gehört man? Gibt es überhaupt verschiedene Sorten? Setzen wir Menschen nicht alles daran nicht als Menschen sondern als INDIVIDUEN wahrgenommen zu werden? Wer Fehler macht, ist schließlich auch "nur ein Mensch" - "Nur ein Mensch" will aber niemand sein. Jeder will ein bestimmter Mensch sein. Ich auch. Jeder ist ein bestimmter Mensch. Ich auch. Aber welcher? Was steht auf meinem Inhaltsstoffschild?
Jap. Das kommt also heraus, wenn der Innerichmensch, sich überlegt wer er sein könnte, wer er ist und wer er sein mag. Ob das bereits etwas über ihn aussagt? Wir wissen es nicht. Wir schmunzeln nur darüber unter Verwendung des Krankenschwesternplurals und gehen mit dem erfolgreichen Siegerlächeln, von jemandem der weiss, dass wir heute bereits Stuhlgang hatten, schlafen.
Ist nicht erst vor Kurzem ein Gesetz in Kraft getreten, in welchem festgelegt wurde, dass die Hersteller alle Inhaltsstoffe ihrer Erzeugnisse auf dem jeweiligen Produkt gut sichtbar für die Verbraucher anbringen müssen? Wer hat dann mein Inhaltsstoffschild vergessen? Oder... wenn es nicht vergessen wurd, wo zur Hölle ist es dann? Vielleicht an einer Stelle, die nur für Ausserichmenschen gut sichtbar ist. Wie das Phänomen mit dem Finger, der auf alles außer sich selbst zeigen kann... - Ich will wieder in den Stuhlkreis von damals: Selbskonzept - Wenn Sie ein Tier wären, welches Tier wären Sie dann und warum? (Beschränken Sie sich dabei auf Eigenschaften, welche Sie sich selbst aktuell zuschreiben) Die nächste Frage lautet: Welches Tier würden Sie gerne sein, und warum? (Beziehen Sie sich auf gewünschte Attribute.) Nette Anreize zur Selbstreflexion. Welches Tier ich bin? Eines von der schlimmsten Sorte: Mensch. Welches Tier ich gerne wär? Eines von der besten Sorte: Mensch. Nicht nur irgendein Mensch - eben der Mensch der ich bin. Aber zu welcher Sorte gehört man? Gibt es überhaupt verschiedene Sorten? Setzen wir Menschen nicht alles daran nicht als Menschen sondern als INDIVIDUEN wahrgenommen zu werden? Wer Fehler macht, ist schließlich auch "nur ein Mensch" - "Nur ein Mensch" will aber niemand sein. Jeder will ein bestimmter Mensch sein. Ich auch. Jeder ist ein bestimmter Mensch. Ich auch. Aber welcher? Was steht auf meinem Inhaltsstoffschild?
Jap. Das kommt also heraus, wenn der Innerichmensch, sich überlegt wer er sein könnte, wer er ist und wer er sein mag. Ob das bereits etwas über ihn aussagt? Wir wissen es nicht. Wir schmunzeln nur darüber unter Verwendung des Krankenschwesternplurals und gehen mit dem erfolgreichen Siegerlächeln, von jemandem der weiss, dass wir heute bereits Stuhlgang hatten, schlafen.
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