Dienstag, 7. Dezember 2010
Zwei
marina w., 16:06h
Wie romantisch! Was gibt es schöneres als erquickendes Vogelzwitschern am Morgen? Wenn die ersten Frühlingssonnenstrahlen in ihrer alles erleuchtenden Pracht schon in aller Frühe durchs Fenster fallen, um die ersten Sommersprößchen auf der Nase zu kitzeln; wenn sich gegen Mittag dann der perfekt inszenierte Himmel in seiner vollendeten Pracht über unseren Köpfen im schier endlos scheinendem Babyblau entfaltet hat; wenn sich kleine Zuckerwattewölkchen in diesen perfekten Aquarellhintergrund mit dem hellen gelben Klecks in der Mitte, einfügen; wenn die Bäume erste Knospen ansetzen und die ganze Welt, die einen umgibt anfängt sich mit neuem Leben zu füllen und zu sprießen; wenn dieser dramaturgisch aufgebaute Tag dann auch noch mit einem gigantischen Sonnenuntergang, der den Horizont in herrlichstem rot, orange, violett und rosa erstrahlen lässt, endet; was, frage ich, gibt es schöneres, als diese Ausgeburten des Frühlings? diese natürliche Operationalisierung von Romantik? Hachja wie einem dabei das Herz aufgehen könnte...
Okay, ab jetzt switchen wir bitte wieder auf Realität. Vielleicht liegts an meiner pauschalen Antihaltung gegenüber massenkonformem Verhalten. Ja, ich gesteh mir hier ein, dass ein klein bisschen "hauptsache anders" auch in mir steckt. Aber ich gestehs mir dementsprechend auch zu. Und im Grunde glaube ich, dass alle Menschen ein klein wenig "hauptsache anders" in sich haben - die einen mehr, die anderen weniger, die ganz anderen wissen es nur nicht noch nicht. Verschiedene psychologische Theorien bestätigen meine These, dass es in der Natur des Menschen liegt nach Individualität zu streben. Deshalb verstehe ich es nicht, warum grade beim Thema "Romantik" alle Einheitsbreiler stolz darauf sind quasi im eigenen Saft vor sich dahin zu dümpeln.
Um es einmal überspitzt auszudrücken: Eben jenes, oben beschriebene "erquickende Vogelgezwitscher" ist grad am Samstagmorgen nach einer durchzechten Partynacht, eher ein ultimativer Störfaktor bezüglich des eigenen Schlafs. Und selbst der größte Schönreder, kann sich den Pollenflug der durch das "sich mit neuem Leben [...] füllen und [...] sprießen" entsteht nicht schönreden wenn er beispielweise einer der betroffenen Menschen ist, die unter diversen Allergien diesbezüglich leiden. Wie gesagt, es sind überspitze Beispiele. Aber wieso sollte man ins Negative nicht überspitzen dürfen, wenns in die andere Richtung doch auch so wunderherrlich funktioniert?
Ich bin kein Schlechtreder und Miesmacher. Ganz im Gegenteil: Leute die mich kennen, werden bestätigen können, dass ich einer der wenigen Menschen bin, die sich wirklich, wahrhaft und aufrichtig mit kindlicher Naivität, eben über Kleinigkeiten wie z.B. Sonnenschein, gute Musik, ein nettes Gespräch, einen guten Witz, eine geniale Idee,... freuen können. Aber solche klischeehaften, überkitschten Darstellungen des ganzen, z.B. des Frühlings, geben mir das Gefühl an diesem Schwulst ersticken zu müssen. Es hört sich so an, wie sich alte abgestandene, mit Gold umrahmte, rote Samtsofas anfühlen müssen. Es erschlägt einen. Nein, ich kanns nicht verallgemeinern. Es erschlägt speziell mich. Genauso wie mich das zuvor erwähnte Samtsofa erschlagen würde.
Ich sehe mich als Verfechterin einer modernen neuen Trivialvorstellung von Romantik. Romantik ist für mich etwas sehr emotionales. Es hat immer ausschlaggebend mit einer Person zu tun, in die man verliebt ist, die man liebt. Es sind diese Momente, in denen einem klar wird wie sehr man für jemanden empfindet, in denen man sich quasi selbst für einen Moment daran erinnert und vor Freude und Glück platzen könnte. Und gerade wenn man sich liebt, sollten solche Momente doch nicht, von irgendwelchen "besonderen Umwelteinflüssen" ausgelöst werden müssen. Die Umstände für Romantik sind meiner Meinung nach, also absolut unbedeutend und dementsprechend kann man Romantik auch nicht auf spezielle Umstände verallgemeinern. Und nun nochmal zum frühlingshaften Anfang zurück: Natürlich freue ich mich auch über das tolle Wetter. Und die aufblühende Natur. Und die damit verbundene gute Laune. Aber wie vorher erwähnt: Romantisch ist anders.
Der klügste Österreicher, der im ersten Blog schon zitiert wurde, meinte dass tendenziell, der erste Blogeintrag der beste ist und es anschließend konstant bergab geht. Zuerst dachte ich, wenn der erste der beste ist und wenn man aufhören sollte wenn es am Schönsten ist, würde der erste auch der einzige bleiben. Aber anlässlich einer Diskussion heute bezüglich eben diesen Themas: Der Romantik, konnte ich den Drang zu Nummer zwei nicht unterdrücken. Und außerdem: Ist das Nichtniveau (von Niveau kann im ersten Gedankenerguss ja nicht die Rede sein :D) (wobei das Gegenteil von Nichtniveau im umgekehrten Fall nicht Niveau ist) (wer das sagt? Ich! Weil ich habs erfunden! ^^) erst ruiniert, schreibt es sich ganz ungeniert. In diesem Sinne, freut euch auf weiterer Gedankenergüsse meinerseits. Adios.
Okay, ab jetzt switchen wir bitte wieder auf Realität. Vielleicht liegts an meiner pauschalen Antihaltung gegenüber massenkonformem Verhalten. Ja, ich gesteh mir hier ein, dass ein klein bisschen "hauptsache anders" auch in mir steckt. Aber ich gestehs mir dementsprechend auch zu. Und im Grunde glaube ich, dass alle Menschen ein klein wenig "hauptsache anders" in sich haben - die einen mehr, die anderen weniger, die ganz anderen wissen es nur nicht noch nicht. Verschiedene psychologische Theorien bestätigen meine These, dass es in der Natur des Menschen liegt nach Individualität zu streben. Deshalb verstehe ich es nicht, warum grade beim Thema "Romantik" alle Einheitsbreiler stolz darauf sind quasi im eigenen Saft vor sich dahin zu dümpeln.
Um es einmal überspitzt auszudrücken: Eben jenes, oben beschriebene "erquickende Vogelgezwitscher" ist grad am Samstagmorgen nach einer durchzechten Partynacht, eher ein ultimativer Störfaktor bezüglich des eigenen Schlafs. Und selbst der größte Schönreder, kann sich den Pollenflug der durch das "sich mit neuem Leben [...] füllen und [...] sprießen" entsteht nicht schönreden wenn er beispielweise einer der betroffenen Menschen ist, die unter diversen Allergien diesbezüglich leiden. Wie gesagt, es sind überspitze Beispiele. Aber wieso sollte man ins Negative nicht überspitzen dürfen, wenns in die andere Richtung doch auch so wunderherrlich funktioniert?
Ich bin kein Schlechtreder und Miesmacher. Ganz im Gegenteil: Leute die mich kennen, werden bestätigen können, dass ich einer der wenigen Menschen bin, die sich wirklich, wahrhaft und aufrichtig mit kindlicher Naivität, eben über Kleinigkeiten wie z.B. Sonnenschein, gute Musik, ein nettes Gespräch, einen guten Witz, eine geniale Idee,... freuen können. Aber solche klischeehaften, überkitschten Darstellungen des ganzen, z.B. des Frühlings, geben mir das Gefühl an diesem Schwulst ersticken zu müssen. Es hört sich so an, wie sich alte abgestandene, mit Gold umrahmte, rote Samtsofas anfühlen müssen. Es erschlägt einen. Nein, ich kanns nicht verallgemeinern. Es erschlägt speziell mich. Genauso wie mich das zuvor erwähnte Samtsofa erschlagen würde.
Ich sehe mich als Verfechterin einer modernen neuen Trivialvorstellung von Romantik. Romantik ist für mich etwas sehr emotionales. Es hat immer ausschlaggebend mit einer Person zu tun, in die man verliebt ist, die man liebt. Es sind diese Momente, in denen einem klar wird wie sehr man für jemanden empfindet, in denen man sich quasi selbst für einen Moment daran erinnert und vor Freude und Glück platzen könnte. Und gerade wenn man sich liebt, sollten solche Momente doch nicht, von irgendwelchen "besonderen Umwelteinflüssen" ausgelöst werden müssen. Die Umstände für Romantik sind meiner Meinung nach, also absolut unbedeutend und dementsprechend kann man Romantik auch nicht auf spezielle Umstände verallgemeinern. Und nun nochmal zum frühlingshaften Anfang zurück: Natürlich freue ich mich auch über das tolle Wetter. Und die aufblühende Natur. Und die damit verbundene gute Laune. Aber wie vorher erwähnt: Romantisch ist anders.
Der klügste Österreicher, der im ersten Blog schon zitiert wurde, meinte dass tendenziell, der erste Blogeintrag der beste ist und es anschließend konstant bergab geht. Zuerst dachte ich, wenn der erste der beste ist und wenn man aufhören sollte wenn es am Schönsten ist, würde der erste auch der einzige bleiben. Aber anlässlich einer Diskussion heute bezüglich eben diesen Themas: Der Romantik, konnte ich den Drang zu Nummer zwei nicht unterdrücken. Und außerdem: Ist das Nichtniveau (von Niveau kann im ersten Gedankenerguss ja nicht die Rede sein :D) (wobei das Gegenteil von Nichtniveau im umgekehrten Fall nicht Niveau ist) (wer das sagt? Ich! Weil ich habs erfunden! ^^) erst ruiniert, schreibt es sich ganz ungeniert. In diesem Sinne, freut euch auf weiterer Gedankenergüsse meinerseits. Adios.
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